"Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden." (Paul Auster)

Die Förderung Kultureller Bildung hat in München eine lange Tradition und wird durch viele engagierte Partner*innen in der Stadt ermöglicht: Vereine, Initiativen, Künstler*innen, Museen, Theater, Bibliotheken und viele mehr. So hat München heute eine vielfältige kulturelle Bildungslandschaft, die alle Kunst- und Kultursparten umfasst und alle Altersgruppen ansprechen möchte.

Ziele

Durch die Förderung Kultureller Bildung will die Landeshauptstadt München allen Münchner*innen ermöglichen, sich am kulturellen Leben unserer Stadt zu beteiligen. Dabei geht es sowohl darum, Kunst und Kultur kennenzulernen und zu genießen, als auch, sie aktiv und kreativ selbst mitzugestalten.
Projekte Kultureller Bildung, die durch die Koordinierungsstelle der Landeshauptstadt München unterstützt oder gefördert werden, orientieren sich stets an den Interessen und Stärken jeder*s Einzelnen – unabhängig von ihrem*seinem Hintergrund, Herkunft und Orientierung. Unsere Partner*innen verpflichten sich dazu, anti-diskriminierend, diversitäts-orientiert, inklusiv und nachhaltig zu arbeiten. Insofern verstehen wir die Förderung Kultureller Bildung als wichtigen Beitrag zur Förderung der Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit für alle Bewohner*innen unserer Stadt.
Die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung wurde 2009 geschaffen. Sie ist im Kulturreferat der Landeshauptstadt München angesiedelt und auch dem Referat für Bildung und Sport und dem Sozialreferat (dort insbesondere dem Stadtjugendamt) verpflichtet. Insofern nimmt sie eine koordinierende Rolle innerhalb der Stadtverwaltung ein. Darüber hinaus arbeitet sie mit den Kultur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen der Stadt zusammen und hält engen Kontakt mit der Szene der freien Akteur*innen – insbesondere über die Netzwerke Kultureller Bildung.
Die Koordinierungsstelle fördert die lokale Bildungslandschaft im Bereich Kultureller Bildung, sie unterstützt deren Vernetzung und inhaltliche Weiterentwicklung. Zum Beispiel durch Qualifizierungsangebote wie Fortbildungen und Fachtage, Konzeptberatungen, Runde Tische oder den Austausch mit Politik und Verwaltung. Mit einem Projektfond und einer dreijährigen Förderschiene fördert die Koordinierungsstelle Projekte, die aktive Teilhabe ermöglichen.
Außerdem betreibt sie das Onlineportal Musenkuss München und bringt den Newsletter Kulturelle Bildung für Multiplikator*innen heraus (siehe Seitenleiste).

Konzeption Kulturelle Bildung für München

Die Arbeit der Koordinierungsstelle basiert auf der Konzeption Kulturelle Bildung für München. Deren aktualisierte Fassung wurde im Mai 2019 von Kulturausschuss, Bildungsausschuss, Sozialausschuss sowie Kinder- und Jugendhilfeausschuss mit dem Beschluss “Kulturelle Bildung und Teilhabe fördern” einstimmig verabschiedet. An der Erstellung waren neben den drei städtischen Referaten zahlreiche Vertreter*innen der Akteursszene aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales beteiligt. Die Konzeption ist die strategische Grundlage für die Entwicklungen der kommenden Jahre und Teil der Stadtentwicklungsplanung „Perspektive München“.

Die gedruckte Fassung der "Zentralen Thesen und Empfehlungen der Konzeption Kulturelle Bildung für München" können Sie unter kulturelle.bildung@~@muenchen.de bestellen (bitte angeben, wie viele Exemplare Sie benötigen und an welche Adresse versandt werden soll).

Alternativ können Sie sich hier die "Zentralen Thesen und Empfehlungen der Konzeption Kulturelle Bildung für München" als barrierefreies PDF sowie die vollständige Fassung der "Konzeption Kulturelle Bildung für München. Fortschreibung 2019", wie sie vom Stadtrat verabschiedet wurde, herunterladen.

Schwerpunkte der kommunalen Weiterentwicklung Kultureller Bildung in München werden u.a. sein:

  • neue Zugänge zu Kunst und Kultur schaffen 
  • Stärkung von Partizipation und Empowerment
  • Qualitätssicherung und Qualifizierung
  • Diversitätsförderung und Inklusion
  • Internationalisierung
  • Dezentralisierung der Angebotsstrukturen
  • Sicherung und partizipative Weiterentwicklung von Angeboten für die Altersgruppe der 14-27 Jährigen
  • Förderung von generationsübergreifendem Arbeiten und Weiterentwicklung der Angebote für Seniorinnen und Senioren/Kulturgeragogik
  • Kulturelle Bildung im öffentlichen Raum ermöglichen und sichtbar machen
  • Kulturelle Medienbildung und Digitalisierung als Querschnittsaufgabe
  • Raum und Räume für Kulturelle Bildung sichern und schaffen
  • Aufbau nachhaltiger Förderstrukturen

Zur Historie: Die “Konzeption Kulturelle Bildung für München” wurde vom Kulturreferat gemeinsam mit dem KOFO entwickelt und im Jahr 2010 erstmals vom Münchner Stadtrat verabschiedet. Hier wurde u. a. aufgezeigt, dass Kulturelle Bildung immer als integrativer Bestandteil allgemeiner Bildung verstanden werden muss und einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit darstellt. Insofern geht es der Landeshauptstadt München keineswegs nur um das Kulturpublikum der Zukunft, sondern vor allem darum, seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Die Aneignung kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen eröffnet neue Perspektiven auf die Welt, ermutigt und befähigt, am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen und sein Umfeld mitzugestalten. Die beteiligten Akteur*innen erkennen dabei die Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Menschen sowie verschiedener gesellschaftlicher Gruppen an. Sie sehen es als ihre gemeinsame Aufgabe, Angebote und Förderungen an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten auszurichten und jeder Form von Diskriminierung entgegen zu wirken.

Koordinierungsforum Kultureller Bildung

Eine zentrale, sparten- und institutionsübergreifende Austauschplattform Kultureller Bildung in München ist das Koordinierungsforum Kultureller Bildung (KOFO). Es besteht seit den 1990er Jahren und vereint ein- bis zweimal jährlich Vertreter*innen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. Institutionen, Freie Träger, Stiftungen, etablierte Einzelakteur*innen, Kommunal- und Landesverwaltung tauschen sich hier zu aktuellen Belangen, Kooperationsmöglichkeiten und neuen Aspekten Kultureller Bildung in München aus. Die Referent*innen von Kulturreferat, Sozialreferat und Referat für Bildung und Sport nehmen an diesen Treffen aktiv teil. Für die Koordinierungsstelle ist das KOFO ein wichtiges Diskursforum, um die kommunale Position kritisch und konstruktiv mit Vertreter*innen aus der Praxis zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Kulturelle Bildung für München!

Kulturelle Bildung hat in München eine lange Tradition. Bereits seit den 1970er Jahren arbeiten zahlreiche Freie Träger richtungsweisend in diesem Feld, um Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen die Möglichkeit zu geben, sich aktiv an Kultur zu beteiligen. Viele dieser Akteur*innen Kultureller Bildung finden sich heute auf Musenkuss als Kooperationspartner*innen und Anbieter*innen zusammen. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang auch die Netzwerke für Kulturelle Bildung, die durch stadt- und bundesweite Vernetzungsarbeit das Feld der Kulturellen Bildung kontinuierlich weiterentwickeln und mit Projekten, Angeboten und Fachveranstaltungen wichtige Impulse setzen. Auch Kulturinstitutionen, Schulen und Kindertagesstätten erkennen immer mehr das Potential und die Relevanz Kultureller Bildung an und kommen auf vielfältige Weise ihrer Verantwortung nach.

Im Auftrag der drei städtischen Referate für Soziales, Bildung und Kultur fördert und initiiert die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Kulturreferat innovative Projekte an Schulen und Kitas, wie auch im außerschulischen Bereich für alle Altersgruppen. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe, städtische Aktivitäten in diesem Bereich zu koordinieren und stadtweit die verschiedenen Partner stärker miteinander zu vernetzen. Hierzu gehören Freie Träger der Jugendhilfe, Kulturinstitutionen, Einzelakteur*innen, Schulen, Kitas, und die drei zuständigen Referate selbst. In den letzten Jahren rückt unter anderem die Frage nach Qualität partizipativer Kulturangebote immer mehr in den Fokus des gemeinsamen Interesses. Die Koordinierungsstelle arbeitet daran, gemeinsam mit den oben erwähnten Partner*innen Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätsförderung zu entwickeln.