Förderangebote der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung

Die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung/Musenkuss fördert Projekte im Großraum München, die aktive Teilhabe an Kunst und Kultur ermöglichen. Sie bezuschusst außerdem qualifizierende Maßnahmen im Feld der Kulturellen Bildung. Es gelten die allgemeinen Förderkriterien des Kulturreferats sowie die Konzeption Kulturelle Bildung für München.

Hinweise zur Antragsstellung

Anfragen gerne im ersten Schritt formlos per Mail oder Telefon an die in der Seitenleiste genannten Kontakte stellen. Erforderlich ist eine nachvollziehbare Beschreibung des Vorhabens sowie ein Kosten- und Finanzierungsplan.
Im zweiten Schritt schicken Sie bitte als formelle Antragstellung das ausgefüllte Formular „Projektzuschuss bis 25.000 Euro“ per Post an das Kulturreferat. (Achtung: Für diese Ausschreibungen gilt ein gesondertes Antragsverfahren: Dreijahresförderungen Kulturelle Bildung, Tanz- und Theaterproduktionen mit Laien, Stipendien Kulturelle Bildung. Mehr Details finden Sie weiter unten.)

Mit einer Antragsstellung verpflichten Sie sich, ein erweitertes Führungszeugnis von all denen einzufordern, die in Ihrem Projekt mit Minderjährigen zu tun haben. Alle Informationen dazu finden Sie hier. (Diese Zeugnisse dürfen nicht dem Kulturreferat vorgelegt werden!)

Nach Abschluss des Projekts schicken Sie das ausgefüllte Formular „Verwendungsnachweis“ inklusive Sachbericht per Post an das Kulturreferat.

Gefördert werden befristete Projekte, in denen Menschen aller Altersgruppen selbst kreativ tätig werden. Dies gilt für alle künstlerischen Sparten inklusive Medien und auch für Projekte in den Feldern politische Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Spiel-, Erlebnis-, Umweltpädagogik – sofern ein künstlerisch-kultureller Aspekt eine zentrale Rolle spielt.

  • Die Projekte müssen ihren Teilnehmenden eine aktive Mitgestaltung und Partizipation ermöglichen.
  • Besonders begrüßt werden Projekte, in denen verschiedene Institutionen oder Organisationen miteinander kooperieren.
  • Wir freuen uns über Konzepte, die gezielt Menschen ansprechen, die bislang noch wenig Zugang zu Kunst und Kultur finden, die inklusiv ausgerichtet sind oder diversitätsorientiert und gendersensibel arbeiten.
  • Jährlich stehen insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung. Der Großteil der Förderanfragen bewegt sich zwischen 1.500 und 8.000 Euro, aber auch höhere Summen können beantragt werden.
  • Anträge können laufend gestellt werden, Förderanfrage mindestens 6 Wochen vor Projektstart stellen.

Kulturelle Bildung braucht Qualität! Wir unterstützen daher auch qualifizierende und qualitätssichernde Formate für die Akteur*innen der Kulturellen Bildung.

  • In Frage kommen z. B. Workshops, Fachtage, Kongresse, Fortbildungen, Beratungen, Vernetzungs- und Austauschtreffen, die selbst initiiert werden.
  • Zielgruppe muss das Akteur*innenfeld der Kulturellen Bildung sein (wie z. B. Vermittler*innen von Kunst- und Kultur) und/oder pädagogisches Fachpersonal.
  • Die Maßnahmen sollten die Qualifizierungsangebote Münchens sinnvoll ergänzen.
  • Die Fördermittel werden dem Budget „Projektförderung“ entnommen.
  • Anträge können laufend gestellt werden, Förderanfrage mindestens 6 Wochen vor Projektstart stellen.

Inklusion ist ein Prozess. Gerne unterstützen wir Akteur*innen, Pädagog*innen sowie Institutionen dabei, ihr Inklusionsverständnis weiterzuentwickeln und Angebote inklusiv auszurichten.

  • Beantragt werden können Maßnahmen wie Workshops, Fachtage, Kongresse, Fortbildungen, Vernetzungs- und Austauschtreffen.
  • Jährlich steht ein Förderbudget von insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung.
  • Anträge können laufend gestellt werden, Förderanfrage mindestens 6 Wochen vor Projektstart stellen.

Kulturelle Bildung braucht Vernetzung und Diskurs! Wir bezuschussen daher die Teilnahme an qualifizierenden Veranstaltungen, vor allem bundesweit und im Ausland. Übernommen werden Reise- und Übernachtungskosten sowie Teilnahmegebühren in voller Höhe. Die maximale Fördersumme beträgt 700 Euro pro Person pro Jahr. Diese Summe kann für eine oder mehrere qualifizierenden Veranstaltungen(en) – vor allem bundesweit oder im Ausland – verwendet werden.

  • Tageshonorare und -pauschalen können nicht bezuschusst werden.
  • Der Zuschuss richtet sich vor allem an freiberuflich tätige Vermittler*innen von Kunst und Kultur sowie Pädagog*innen. Bei Festangestellten ist der*die Arbeitgeber*in gebeten darzulegen, weshalb er*sie den Zuschuss benötigt.
  • Pro Veranstaltung werden maximal fünf Fortbildungszuschüsse vergeben.
  • Es können nur Fortbildungen gefördert werden, die bereits vor Beginn der Durchführung vom Kulturreferat genehmigt worden sind. Das bedeutet, dass die Buchung von Seminaren, Übernachtungsmöglichkeiten und Zugreisen etc. erst nach der (formlosen) Genehmigung erfolgen darf.
  • Der Zuschuss wird erst nach Zusendung und Prüfung des Verwendungsnachweises ausgezahlt. Dabei bitte Belege mitsenden.
  • Die Beantragung erfolgt über ein vereinfachtes Ausfüllen des Antragsformulars für einen „Projektzuschuss bis 25.000 Euro“. Dafür bitte das Dokument „Hinweise zum Fortbildungszuschuss Kulturelle Bildung“ lesen.
  • Die Fördermittel werden dem Budget „Projektförderung“ entnommen.
  • Anträge können laufend gestellt werden, Förderanfrage mindestens 6 Wochen vor Projektstart stellen.

Die dreijährige Förderlinie Kulturelle Bildung hat die Weiterentwicklung und Verankerung erprobter Formate, Projekte und Methoden zum Ziel. Für einen dreijährigen Förderzeitraum stehen insgesamt 450.000 Euro zur Verfügung. Pro Projekt können für die drei Jahre 30.000 Euro bis maximal 75.000 Euro beantragt werden.
Die Bewerbungsfrist für den Förderzeitraum 2023–2025 ist bereits abgelaufen, die nächste dreijährige Ausschreibung erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2025.
Hier finden Sie die bisher geförderten Projekte.

Auf Grundlage der Konzeption Kulturelle Bildung für München vergibt das Kulturreferat der Landeshauptstadt München seit dem Haushaltsjahr 2020 Zuschüsse zur Förderung professioneller partizipativer Tanz- und Theaterproduktionen und zur Förderung von Tanz- und Theaterprojekten mit Laien. Die minimale Antragssumme beträgt 4.000 Euro, die maximale Antragssumme 20.000 Euro pro Projekt.
Ziel ist die Förderung von Tanz- und Theaterproduktionen mit Laien. Diese sollen sich vielfältiger künstlerischer Ausdrucksformen bedienen und von einem professionellen Team angeleitet werden. Die Projekte sollen sich durch Prozessqualität, Partizipation und künstlerische Qualität auszeichnen. Die beteiligten Kinder, Jugendlichen, jungen oder älteren Erwachsenen oder Senior*innen sollten aktiv in die Vorbereitungs- und Produktionsprozesse einbezogen werden.
Im Sinne der kulturellen Teilhabegerechtigkeit begrüßen wir Projekte, die auch solche Menschen ansprechen, die bislang wenig Zugang zu Darstellender Kunst finden. Um dies zu erreichen, bedienen sich diese Vorhaben spezifischer Inhalte, Methodiken, Proben- und Spielorte sowie Kooperationspartner*innen.
Für das Vergabeverfahren wurde im Juli 2021 eine vom Stadtrat eingesetzte Jury etabliert. Sie setzt sich aus Vertreter*innen des ehrenamtlichen Stadtrats und Fachjuror*innen zusammen, die mit dem Bereich der Tanz- und Theaterproduktionen mit Laien vertraut sind.
Zur Ausschreibung 2023, Antragsfrist ist der 30.09.2022.

Als neuestes Förderinstrument werden ab 2023 alle zwei Jahre 10 Stipendien Kulturelle Bildung vergeben. Sie sind mit jeweils 8.000 Euro dotiert. Es können sich alle in der Kulturellen Bildung Tätige bewerben.

Das Stipendium soll insbesondere in folgenden Vorhaben unterstützen:

  • Recherchevorhaben zu Themen der Kulturellen Bildung (z. B. zur Erschließung neuer Arbeits- und Vermittlungsmethoden oder Kooperationen)
  • Konzeptentwicklung, z. B. für die Vorbereitung von Projekten
  • Vernetzungs-, Kontakt- und Arbeitstreffen mit Institutionen und relevanten Akteur*innen aus den Bereichen Kultur, Bildung, Soziales
  • Hospitationen (auch im Ausland)
  • Fachliche Weiterentwicklung wie beispielsweise Recherchereisen und Fortbildungen
  • Publikationen, Materialerstellungen
  • Beteiligung an Netzwerktreffen oder am lokalen, bundesweiten und/oder internationalen Fachaustausch
  • Qualitätsentwicklung und qualitätssichernde Maßnahmen, z. B. Evaluationen, Supervisionen

Zur Ausschreibung 2023, Antragsfrist ist der 17.10.2022. Die Vergabeempfehlung erfolgt über eine Jury.

Seit 2015 unterstützt das Kulturreferat/Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung professionelle Künstler*innen der freien Szene, die Tanz- und Theaterproduktionen für junges Publikum produzieren und aufführen. Fördermöglichkeiten gibt es z. B. für die Erarbeitung von neuen Stücken („Produktionsförderung“) und für Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung („Fortbildungszuschuss“, „Stipendium Kinder- und Jugendtheater“, „produktionsunabhängige Dreijahresförderung Kinder- und Jugendtheater“). Bei allen Projekten geht es nicht um partizipative Angebote zum Mitmachen, sondern um Darstellende Kunst von Profis für Kinder und Jugendliche. Weiterbildungen können auch den theaterpädagogischen Bereich betreffen.
Weitere Informationen zu Ausschreibungen und bisher geförderten Projekten finden Sie unter: www.muenchen.de/darstellende-kunst.
Bei Fragen melden Sie sich gern bei Veronika Karl, veronika.karl@~@muenchen.de, Tel. 089 / 233-21106.

Von der Koordinierungsstelle geförderte Projekte

Geförderte Projekte und qualifizierende Maßnahmen

Märchenerzählstunde
Deniz Görgülü, Ayse Schneider in Kooperation mit „4Kids & you“

Was wir wollen…! #2 – ein Tanzvermittlungsprojekt
Domenica Ewald und Daniela Mühlbauer GbR

Grete pflanzt / Grete wohnt / Grete fährt Tram – Workshopreihe Vermittlung mit Performance und Architektur
Jugend Architektur Stadt e. V. mit dem PATHOS Theater e. V.

Listen to me Graffiti Workshop
Icoya e. V. In Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek

Guter Volksgesang
Rose Bihler-Shah

Erzählen in der Schule – Die Geschichtenstunde
Altenbach + Honsel GbR

Ich.Du.Wir.Sie Platkataktion
Inklusionat e. V. Poesiepark in Kooperation mit dem Bildungslokal Neuaubing

„Baumretter – Abenteuer am Birkenweiher“
mini.musik e. V., Anastasia Reiber in Kooperation mit Münchner Kindertagesstätten

Was soll der alte Schinken? Ein Museums- und Theaterprojekt für Schülerinnen und Schüler
Caroline Tajib-Schmeer, Renate Gross in Kooperation mit der Mittelschule am Gerhard-Hauptmann Ring

Naturcasting – Podcast im Westpark
Oekoprojekt Mobilspiel e. V. in Kooperation mit Spiellandschaft Stadt e. V. Und dem KiKS Festival

Wohin mit der Kunst und Welcome Atelier
Initiative Reinholz Eveline – Holzer Marie – Bonnländer Katja in Kooperation mit dem Studiengang Kunsttherapie der Akademie der Bildenden Künste und der Unterkunft an der Nailastraße

EM Fußballworkshop Fußball=Kunst
Kreisjugendring München Stadt, Die Färberei in Kooperation mit dem Maximiliansforum

Freiheit – Eine Zoomperformance
Jamal Braun

Stadtprojekt mit Schülerinnen und Schülern zum 5. Jahrestag des OEZ Attentats
Sprachbewegung e. V., Christine Umpfenbach in Kooperation mit verschiedenen Schulen

FamAra-Kids, Stärkung der Ausdrucks und Mitteilungsfähigkeit
Evangelisches Hilfswerk München GmbH

Klischee!
Impro macht Schule e. V. in Kooperation mit dem Teamtheater Tankstelle e.V. und der Willy-Brandt-Gesamtschule

Filmprojekte mit Kindern und Jugendlichen
Impro macht Schule e. V. in Kooperation mit Mittelschulen

Tanztheater Verdreht
Lara Saumweber und Paula Niehoff in Kooperation mit Sozialeinrichtungen und Senior*innenwohnheimen

Norway Today
TheaterSpielhaus e. V.

Die Rasenflächen dürfen betreten werden
Kultur und Spielraum e. V.

democraticArts „Speakers“Corner und Schulworkshops
Blickwinkelschmiede GgmbH, Träger von democraticArts, Margarethe Henze in Kooperation mit den Respect Coaches

Festival der Erinnerungen
Judith Schönicke und Partnerinnen in Kooperation mit der Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk, Quartiersbüro Mitterfeldstraße

Woche der Baukulturellen Bildung
Bayerische Architektenkammer

Locus
Stiftung Kulturator

TheaterKiDS projekt
Jugendzentrum 4Kids & you, Bahar Yalcin

Kindermusiktheater und Erarbeitung eines Films „Die Zauberflöte“
Chorbande Schwabing, Verena Kley und Emanuel Drißner

Musik und Filmworkshops
Skateschule München und der SpaceForSkate Skatehalle, Pacel Khachab

Orchesterprojekt
C.O.N. Sonanza

Werkzeugbibliothek
Andreas Kopp

Audiodance im öffentlichen Raum
Andrea Marton und Ralf Otto

Kinovermittlungsworkshops für Schulklassen
Treffpunkt Filmkultur e. V. Gabriele Guggemos

Girls Rule Scateworkshop im Sugar Mountain
Further uG, Caroline Roos

BAM Bildung.anders.machen Tage der Bildungsalternative, Diversity Format
NRDB Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e. V.

Tanzworkshops an Mittelschule Ichostraße im Rahmen vom Ganztag
Gesellschaft macht Schule e. V

Relaunch der Internetseite
SIN Studio im Netz, Björn Friedrich

Jugend-Literaturbühne Spot On! Deine Bühne
Sprachbewegung e. V.

Lab-Symposium: Kultur und Gesundheit – zur gemeinsamen Kulturvermittlung
Gasteig Kulturstiftung

Dialogforum Kulturelle Bildung 2021
Diverse Workshops und Impulsvorträge

Aufgrund einer Sonderförderung gingen fünf Arbeitsstipendien an Akteurinnen und Akteure in der Kulturellen Bildung:
Chris Hohenester
Kathrin Perone
Lena Scholle
Ellen Steinmüller
Barbara Streidl

Inklusive Fortbildungen Kulturelle Bildung:

DanceAbility
Zertifikatskurs in Kooperation mit der Akademie Kulturelle Bildung und FokusTanz

Tanz inklusive
Initiative Community Dance München

Museum Signers: Führung in Deutscher Gebärdensprache
KünstlerSpektrum Pasing

Immer lieder Montags
Margarete Löwensprung

Dance Ability Teacher Zertifikat
Fortbildungsförderung Ralf Otto

UN-Label Inklusionsfortbildung
Für die pädagogische Mitarbeiter*innen von Spielen in der Stadt e. V.

Inklusion
TheaterSpielhaus

Teamentwicklung Inklusion
TheaterSpielhaus e. V., Weiterentwicklung der inklusiven Vermittlungsarbeit

IDENTITIES – ein dialogisch konzipiertes Ausstellungsprojekt mit Künstler_innen aus Rumänien, Italien und Deutschland
mq18 KUNSTPLATZ|KULTURRAUM e.V. in Kooperation mit mucbook

Performance Experts
Fokus Tanz / Tanz und Schule e. V.

Valeria und die gute Nacht Schaukel
TheaterSpielhaus e.V. in Kooperation mit der Grundschule an der Gilmstraße

Mitmachen! Das Community Music Orchester
Die Färberei/ Köşk mit Marja Burchard und Wolfi Schlick (Express Brass Band)

Tanz- und Thaterworkshop zum Kindertheaterstück AYDA, BÄR und HASE
Annette Geller & Friends

play/rewind – 68er im Dialog mit Fridays for Future
Büro Grandezza/Nikolaus Witty

Partizipatives Jugendprojekt „Digitale Poesie: Catching the Waves“
whitebox Kultur gGmbH in Kooperation mit der Hermann-Frieb-Realschule München

Partizipativer Podcast „Andere Gedanken“
Storybox gUG/Momo Heiss, entwickelt in Zusammenarbeit mit Kindern aus dem Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg

Schreibwerkstätten im Anschluss an das Theaterstück Faschingsdienstag 1945
Sprachbewegung e.V./Caroline Taijb-Schmeer

Workshops für Schüler_innen über den italienischen Schriftsteller Gianni Rodari
Anna Conti

KiKS-Fachexkursion nach Wien
Kultur & Spielraum e. V.

DanceOn Hasenbergl
Diakonie Hasenbergl e. V.

Seniorentheaterprojekt „Die Runde 70 – Ein Herz für schräge Vögel“
Esther Straimer-Seidl

„Skate, Text & Kunst“ in der Lohtringer13
Bayern Liest e.V., in Kooperation mit Further UG und Skateboarding e.V. München

Graffiti Sommercamp: Gestaltung von Wänden des neuen Sportplatzes/Jugendzentrums im Westend
ICOYA e.V. in Kooperation mit dem MKJZ

„Mein Traum – dein Traum“: partizipativer Foto- und Filmworkshop mit Kindern und Jugendlichen des „Wohnen für Alle“-Projekts der Stadt München in Aubing
Rebecca Zehr

Wer ist Fänger? Workshop zum mobilen interaktiven Tanztheater
Sabine Karb und Lisa Lugo in Kooperation mit der Grundschule an der Dieselstraße

„Paint it up“ – ein digitaler Malworkshop
midmen

Onlineseminar „Kinder, Mehrsprachigkeit und Musik“
midmen in Kooperation mit Dr. Sezgin Inceel

Stimmtraining für die ehrenamtlichen Vorleserinnen*
Lesefüchse e.V.

Theaterinstallation „münchner freiheit“
Traudl Bogenhauser (navarra-art-project)

Keramikprojekt WAL Projekt Neuaubing
Paidoulia e. V., Atelier Regenbogen

Filmproduktion von „Faschingsdienstag 1945“ für interaktive Präsentationen mit Jugendlichen und Senior_innen
SprachBewegung e. V.,

Medienworkshop „Erkenntnis durch Satire“
Moses Wolff in Kooperation mit der LUISE

Unruly Ghosts
democraticArts

Kindertheatermarathon
Münchner Dionysien e. V. in Kooperation mit dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst

Abschiedskunstmagazin der Städtischen Willy-Brand-Gesamtschule
Freundeskreis der Städtischen Willy-Brandt-Gesamtschule

Generationsübergreifende Tanz-Theater-Performance „Über-Leben in der Großstadt“
Iris Mirjam Behnke

eigenlebenFestival – Festival der Generationen
Marli Bossert Stiftung

CG T156/ Common Ground – GABRIELE: Diskussionsreihe und Workshop
Stiftung Kulturator

Import Export Werkstatt
Kunstzentrat e. V.

Klang durch Resonanz – Instrumentenvorstellung und Musikinstrumente bauen
Julia Baßler in Kooperation mit Grundschulen und Horten

Doku-Filmprojekt: Corona-Ansichten von Münchner Schüler_innen
Christa Brockhaus / family films in Kooperation mit der Mittelschule an der Ichostraße

Implementierung von Museum Signers – Kunst und Kulturvermittlung in Gebärdensprache in den städtischen Kunsträumen und dem NS-Dokumentationszentrum
Städtische Kunsträume, NS-Dokumentationszentrum

Identify the Blind Spot – Adultismus im jungen Theater
Digitales Symposium von PATHOS München und National Coalition Building Institute, Schweiz

Tanz Inklusive!
Initiative Community Dance Music

Community Music Salons und Internet relaunch
Inititative Community Music München

Immer Lieder montags
Margarete Löwensprung

Anschaffung von Lastenrädern für partizipative Workshops im öffentlichen Raum
KJR, Färberei

Feld/T – Tanz für Menschen mit Parkinson
Marie Nüzel

Dialogforum Kulturelle Bildung: „Was braucht die Kulturelle Bildung in München – JETZT?“
Medienzentrum München in Kooperation mit der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung

Kompositionsprojekt „Ausgedacht – Künstliche Intelligenz“
Musik zum Anfassen e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Museum

filmmern&rauschen – Münchner Kinder- und Jugendfilmfestival 2019
JFF – Jugend Film Fernsehen e.V. und das Medienzentrum München

Pranked! Ein partizipatives Theaterprojekt mit Judith Huber und Agelika Krautzberger
Marie-Luise-Fleisser Realschule in Kooperation mit Initiative Ausstellungspark (Angelika Krautzberger & Judith Huber)

Jugendclub 2019: „Leonce und Lena“
Theater Hofspielhaus

Dokumentarisches Theaterstück „Generation Europe goes Rampenlichter“
SprachBewegung e.V. in Kooperation mit dem Pädagogischen Institut München

Theater mit Hochaltrigen: Erarbeitung eines theatralen Repertoires – Modul Kindertheater: „Zeitmaschine"
WHAT YOU SEE IS WHAT YOU GET in Kooperation mit Residenzia Seniorenzentrum München

Kinder(spiel) im öffentlichen StadtRaum
Kindertheater Fraunhofer in Kooperation mit der Grundschule am Amphionpark

Performance Experts: Netzwerk für Lehrkräfte
Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V.

Zitronen-Gelb und Kiwi-Grün – Gesundes Leben für Alle!
Kunst mit Kindern, Michaela Hackner, Thorsten Knebel, Didi Richter, Franziska Wolff in Kooperation mit der Grundschule am Theodor-Heuss-Platz und der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße

Schule der Mädchen: Workshop für Mädchen und Frauen zu Performance und gesellschaftlichem Handeln
Pathos München e.V. in Kooperation mit Fundus Theater Hamburg

Tanztheater „Make it cool
Domenica Ewald in Kooperation mit Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V., Grenzen-los-tanzen

Medienteilhabeprojekt „eigenleben – Wekstatt im PIXEL
Marli Bossert Stiftung e.V. in Kooperation mit PIXEL

Go Sing Choir – Kinderspecial beim KiKS-Festival
KreisJugendRing München-Stadt in Kooperation mit Go Sing Choir

Büchertürme – von der Elbe an die Isar
Netzwerk Leseförderung München in Kooperation mit Bayern liest e.V., Lesefüchse e.V., MkidS e.V., Eselsohr, Münchner Stadtbibliothek

Nähe – ein Performanceprojekt für Menschen über 65 Jahre
Search in(g) Bodies

Upcycling-Schmuck-Workshop, Textil-Näh-Workshop Siebdruck-Workshop
Stattpark Olga e.V.

Vertiefende Workshops zum Erzählkonzert – die fabelhafte Welt der Tiere
ZIRKEL für kulturelle Bildung e.V. in Kooperation mit Mini Musik e.V.

Projekt Z – common ground: Ein künstlerisches Experiment(ierfeld) für Zusammenarbeit, Gemeinschaft & Teilhabe
Verein zu Förderung urbaner Kunst e.V.

Generationsübergreifendes Tanz-Performance-Projekt „4 x Leben – Die Farben von Erden, Wurzeln und Häusern“
Mirjams tanz in Kooperation mit Ariane Erdelt

Ausstellungsprojekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen „Lights Camera Action! You‘re On..“
Yara e.V.

Oliver! Das Familienmusical
Sarré Musikprojekte gGmbH

Sommerspaßakademie
Lichtesel e.V.

Wissenschaftliche Zusammenstellung arabischer Literatur: Kinderbücher aus der arabischen Welt
Internationale Jugendbibliothek

under pressure – Tanztheater mit Jugendlichen
Nina Forgber/NinoschChoreography in Kooperation mit Rampenlichter Festival

Antirassistisches Monster – Ein transdisziplinäres künstlerisches Vermittlungsprojekt
eRger: Recherche gegen Rechts/Akademie der Bildenden Künste in Kooperation mit dem Multikulturellen Jugendzentrum am Westend

Stoff auf dem Kopf – inklusiv, Workshop und interkultureller Dialog mit Jugendlichen
oofabric (Hannes Hein) in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum

BeschWerbung Kampagne
rehab republic e.V. u.a. in Kooperation mit Import Export, Nord Süd Forum, rehab Schule, Netzwerk Klimaherbst, Berlin Werbe-Frei

König in der Pfütze – Theaterprojekt mit Jugendlichen
TheaterSpielhaus e.V.

Erfindergarden – Bude auf der Auer Dult
Andreas Kopp/Erfindergarden

KiKS-Fachexkursion nach Berlin: Wir suchen das Weite!
Kultur & Spielraum e.V. u.a. in Kooperation mit Labyrinth Kindermuseum, Schlesische 27, Weltstadt Kulturverein Berlin, KinderKulturMonat Berlin, Young Arts Neukölln e.V.

wERDschätzung am ÖBZ und im öffentlichen Raum
Münchner Umwelt-Zentrum e.V. im ÖBZ in Kooperation mit Frank Fischer, ERDFEST Initiative

SCHOSTAKO – WAS? Mit offenen Ohren einem Geheimnis auf der Spur
Münchner Kammerorchester e.V. in Kooperation mit Schauburg – Theater für junges Publikum

Kultur vor Ort
KulturRaum München e.V.

Dance On Hasenbergl
Ralf Otto

O.S.T
Kultur und Spielraum e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Museum
Pathos Jugendclub
Christine Hohenester, Simone Lindner und Rena Dumont in Kooperation mit dem Pathos Theater

Linked#2
Andrea Marton in Kooperation mit Jo Parkes/Mobile Dance

Import Export Werkstatt
Kunstzentrat in Kooperation mit Kartoffelkombinat e.V.

FamAra-Kids
Evangelisches Hilfswerk

Parlamensch – ein filmisches Planspiel
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Kooperation mit dem Bayerischen Jugendring

Süd-Pol-Mobil
Feierwerk

Interkulturelles Theaterprojekt
BrückenBauen uUG

Das Europa Dings
Kultur und Spielraum e.V. in Kooperation mit Infopoint Museen & Schlösser in Bayern

Die innere Stadt
Johannes Volkmann/Das Papiertheater in Kooperation mit Andrea Marton/Grenzen-los-tanzen, Schauburg – Theater für junges Publikum

Weil ihr nicht kommen könnt, kommen wir
Oliver Tataru in Kooperation mit St.Weber, Vlad Cojocaru, David Lindner, Lidija Mojsovska, A. Vladimirov

Terrassenbau und Ausbau Erfindergarden Tram Viehhof
Andreas Kopp

Musikwelt Jung und Alt
Yalcin Bahar und D. Görgülü

Der trojanische Dackel geht Gassi
IMAL, Kontrapunkt e.V.

Dreijährig geförderte Projekte

Münchner Klang(g’)schichten – Ein dreijähriges Kompositionsprojekt mit Grundschüler*innen
Musik zum Anfassen e.V.
„Münchner Klang(g‘)schichten“ ist ein umfassendes Musikprojekt, in dem Kinder die akustische Vielfalt ihres Viertels entdecken und zuletzt in einem selbst komponierten Stück künstlerisch zum Ausdruck bringen.
Mit den Musiker*innen von „Musik zum Anfassen“ durchlaufen Grundschulklassen über drei Jahre hinweg mehrere Projektphasen: Sie erforschen die Klänge ihres Viertels, nehmen sie bewusst wahr und kreieren schließlich ihre eigene Musik als Spiegelbild all dieser Klänge. So wird ihr Stadtviertel nach eigenen Ideen musikalisch abgebildet und anschließend als große Komposition präsentiert.
Die Kinder können dabei auf die im Projekt gewonnenen Fertigkeiten aufbauen und diese in verschiedene Richtungen erweitern: Musik aufführen, als Darsteller*innen auf der Bühne stehen, die Ausstattung für das Musiktheaterstück entwerfen u.a. Die über die Jahre projekterfahreneren Kinder übernehmen eine Tutor*innen-Funktion für die Neueinsteiger, die sie bei ihren Aufgaben unterstützen. Die Projektfortschritte der einzelnen Jahre werden im schulischen Rahmen und im Deutschen Museum in Konzerten präsentiert. Am Ende des dritten Jahres findet dann die große Abschlussperformance in der Münchner Muffathalle für das breite Publikum statt.

Dieses Projekt schickt externe Künstler*innen; Schüler*innen und Lehrkräfte in einen über drei Jahre angelegten kulturellen Bildungsprozess, von dem anzunehmen ist, dass er nachhaltige Wirkung entfalten wird.

Kreativ & Gesund in München Ost
IdeenReich – Kreativ & Gesund e.V., Birgit Naphausen
Ein Projekt für Kinder und Jugendliche in Berg am Laim/Ramersdorf, das künstlerisch-kreative Bildung mit psychosozialer Gesundheitsförderung verbindet. Es kooperieren Akteur*innen von Bezirk, Schulen, Kindertagesstätten, Betreuungs- und Freizeiteinrichtungen sowie sozialer Stadtteilarbeit. Über das gesamte Schuljahr hinweg finden wöchentlich regelmäßig mehrere von Kunsttherapeut*innen geleitete Workshops statt, die gleichzeitig den Familien helfen, betreuungsfreie Zeiten zu überbrücken. Das Angebot wird seit sieben Jahren erfolgreich durchgeführt. Es berücksichtigt die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen mit vielfältigen Förderbedarfen. Bei der Arbeit mit künstlerischen Werkmitteln entdecken sie im spielerischen Experimentieren neue Interessens- und Handlungsfelder, Mut zum Selbstausdruck sowie Offenheit und Wertschätzung im Kontakt mit anderen. Dies wirkt sich unter anderem positiv auf ihre Integration in den Schulalltag aus.

„Kreativ & Gesund in München Ost“ arbeitet eng mit den Lehrkräften, Familien und Stadtteileinrichtungen zusammen. Es ist ein erprobtes Angebot, dem eine wichtige soziale und kulturelle Rolle im Alltag der Familien zukommt. Mit der dreijährigen Projektförderung kann dieses Projekt weiter geführt und tiefer gehend evaluiert werden.

Kunstlaborprojekt Ö -Dö könn jö jödö*r kömmön – Kunstort.Werkstatt.Begegnungsraum
Die Färberei und Kösk Kreisjugendring München Stadt
Kunstlabor Ö – bauen, tüfteln, experimentieren, performen: Zeitgleich öffnen unterschiedliche Werkstätten für Medienkunst, Performance, Upcycling, Keramikkunst, Siebdruck und Sound, inklusive Wohnzimmer mit Küche und Dachgarten. Auch neue, projektbezogene Werkstätten können entstehen. Kunstlabor Ö wird von Künstler*innen geleitet, die ihr Wissen teilen, Impulse geben und Menschen anregen, um Utopien auszuprobieren. Auch große, werkstattübergreifende Projekte werden perspektivisch umgesetzt. Die Arbeiten können im Kösk, den KÖşK-WERKSTÄTTEN und im Öffentlichen Raum ausgestellt werden.
Die Färberei wandelt sich Anfang 2020 zu den KöşK-WERKSTÄTTEN und richtet sich mit Hilfe der dreijährigen Projektförderung intergenerationell aus. Das Prinzip des partizipativen, offenen Raumes für Jung und Alt, das im Kösk erfolgreich erprobt wurde, soll weiter entwickelt und innerhalb der drei Jahre konsequent auf das Kunstlaborprojekt Ö übertragen werden.
Start für das Kunstlabor Ö ist voraussichtlich Anfang März 2020. Nähere Informationen findet man dann auf der neuen Webseite koesk-werkstaetten.de

„Das Ö ist der unangepasste Buchstabe (…) der dennoch eine bemerkenswerte Präsenz in unserer Sprache besitzt. Die beiden Pünktchen wirken wie dicke Brillengläser, anhand derer wir den Außenseiter Ö von seinem normalen Geschwisterchen O unterscheiden können.“ (TAZ, 3.4.2015 „Das Ö, der unbekannte Buchstabe“)

Die Gastarbeiterstories – Zeitalter der Migration
Galerie Kullukcu & Gregorian
Dieses Empowerment-Projekt hat das Ziel, mithilfe künstlerisch-kultureller Formate Wissen über die Migrationsbewegungen nach Deutschland zu vermitteln, über die Bildung einer neuen, gemeinsamen Gesellschaft nach dem II. Weltkrieg. Im Austausch mit Zeitzeug*innen wird an einer vielfältigen Erzählung dieser gemeinsamen Geschichte gearbeitet.

Ehemalige Gastarbeiter*innen im Seniorenalter, junge Migrant*innen ebenso wie geflüchtete Menschen tauschen ihre Erfahrungen zu den drei Phasen der Migration nach Deutschland aus. Dazu werden in Workshops biografische Erinnerungen und Erfahrungen geteilt und filmisch umgesetzt sowie Visionen zu einer neuen, interkulturellen Gesellschaft.

In Zusammenarbeit mit dem »Netzwerk Morgen e.V.«, der »Initiativgruppe IG«, dem »Focke Museum Bremer Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte« sowie weiteren Partner*innen in München und Bremen, wird ein altersübergreifender, interkultureller Dialog ins Leben gerufen, aus dem performative Aufführungen, Ausstellungen und mediale Beiträge entstehen sollen. Diese werden in einem künstlerischen Audio- und Videoarchiv im Internet langfristig öffentlich gemacht. Der historische und der aktuelle Kontext der Migration werden somit über München hinaus beleuchtet und langfristig dokumentiert. Damit ist „Gastarbeiterstories“ nicht nur eines der eher rar gesäten kulturellen Bildungsprojekte auch für ältere Migrant*innen, es bildet zusätzlich ein Archiv, das Anlass für weitere Projekte und kreative Auseinandersetzungen sein kann.

Kultur.vor.Ort
KulturRaum München e.V.
Kultur.vor.Ort ist ein Angebot zur künstlerisch-kulturellen Teilhabe für Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen von Armut betroffen sind, viele von ihnen Kinder aus einkommensschwachen Verhältnissen oder Senior*innen mit Mini-Rente. Mit „Kultur.vor.Ort“ wird die Möglichkeit der aktiven Teilhabe an Kunst und Kultur zu denen gebracht, die durch klassische Kommunikationswege nicht erreicht werden können, selbst durch telefonische Ansprache nicht. Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des KulturRaum München e.V. vermitteln darum im persönlichen Kontakt kostenfreie kulturelle Veranstaltungen. Dazu gehen sie vor Ort in die Stadtteile, dahin, wo einkommensschwache Menschen angesprochen werden können: z.B. direkt an Ausgabestellen der Münchner Tafel, an kostenlose Mittagstische oder in das diakonia Gebrauchtwarenhaus in Moosach.
Parallel zu den ehrenamtlichen Teams sprechen Künstler*innen und Kunstvermittler*innen Menschen aller Altersgruppen mit Mitmachangeboten an, um die Lust am kreativen Ausdruck (wieder) zu erwecken. Mit „Musik.vor.Ort“ in Sendling proben regelmäßig Erwachsene zwischen 18 bis 99 Jahren Lieder, die der vielfältigen Migrationshistorie der Gruppe entsprechen; die „kids community.music“ experimentiert musikalisch mit 3 bis 7-Jährigen an der Münchner Großmarkthalle; Übungen zum kreativen Werken begeistern Jung und Alt an der Münchner Tafel in Neuhausen mit „Werken.vor.Ort“. In Moosach finden sich Menschen zum „Schreib.Salon“ zusammen, sie nehmen gemeinsame Kulturbesuche zum Anlass, um zu diskutieren und Erlebtes schriftlich auszudrücken.
Es gilt, dieses Angebot in den nächsten drei Jahren zu etablieren und nach und nach, auch mit zusätzlichen Mitmachformaten wie z.B. zur Mediennutzung, auszubauen und in vorhandene Stadtteil-Strukturen zu integrieren. Mit Kultur.vor.Ort wird so generationsübergreifende Teilhabegerechtigkeit in München gefördert.

O.S.T. 15,9 – mobile Soundwerkstatt
Kultur & Spielraum e.V.
Die mobile Soundwerkstatt besteht aus einem Container voller Studiotechnik, der sowohl in der Peripherie der Stadt als auch an Orten mit großer öffentlicher Wahrnehmung wie Stadtteilkulturfesten, Jugendfestivals etc. gastiert. Tonkünstler*innen, Pädagog*innen sowie jugendliche Volunteers helfen Kindern und Jugendlichen dabei, aus den Sounds der unmittelbaren Umgebung oder aus Interviews mit Stadtteilbewohner*innen, Musik, Tonkunst, Hörspiele, Reportagen u.v.m. zu produzieren.
So wird die jeweilige Umgebung auditiv kartographiert, Klang wird als Möglichkeit entdeckt, die Welt zu beschreiben. Mit viel Lust am Spielen und Experimentieren mit Sounds lernen die Teilnehmer*innen die schier unbegrenzten Möglichkeiten der Bearbeitung und Verfremdung kennen, die die Audiotechnik bietet. Auch alltägliche, scheinbar profane Geräusche können in andere Klangwelten überführt werden. Ihren Ursprung haben sie jeweils vor Ort, im öffentlichen Raum, in den die Kinder und Jugendlichen sie auch wieder zurück geben – als Live-Performances und -übertragungen, mittels Hörstationen oder über das Internet.

Die mobile Soundwerkstatt O.S.T. 15,9 bietet damit ein dezentral einsetzbares, offenes Angebot für die kreative Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, Medienkompetenz zu erlernen, die eigene Umgebung mit den Ohren neu zu erleben und sie künstlerisch mitzugestalten. Im Rahmen der dreijährigen Förderung kann das Projekt Erfahrungen mit den unterschiedlichen Gegebenheiten vielfältiger Einsatzorte sammeln.

Kinder treffen Künstler*innen / Kunst kommt in die Klasse
BBK München und Oberbayern e.V.
Der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) macht mit diesem Projekt Grund- und Mittelschulen temporär zu Orten des freien, kreativen Gestaltens. Gemeinsam mit freischaffenden Künstler*innen realisieren alle Kinder und Jugendlichen einer Schule in fünf Projekttagen ein eigenes Kunstwerk. Im Schulbetrieb öffnet sich ein zweckfreier Raum ohne Leistungsdruck, in dem sich die Schüler*innen utopische Dinge ausdenken, die Welt neu betrachten und schöpferische Freiheit walten lassen können. Sie arbeiten mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln  und machen dabei neue Erfahrungen im Wahrnehmen und Gestalten, wie auch beim Erforschen der direkten Umgebung ihrer Schule. Ein Besuch in den Ateliers der Künstler*innen oder in einer Ausstellung bietet den Kindern und Jugendlichen Einblick in deren Arbeitsweise und Umfeld. Zum Abschluss werden alle Kunstwerke in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert, außerdem publiziert jede Schule eine Projektdokumentation.

Der BBK hat bereits 23 Jahre Projekterfahrung mit „Kinder treffen Künstler*innen“ an über 50 Münchner Grundschulen und mit „Kunst kommt in die Klasse“ haben bereits einige Mittelschulen von der intensiven Zusammenarbeit mit externen Künstler*innen profitieren können. Mithilfe der dreijährigen Förderung kann der Fortbestand des Projektes gesichert und ein tragfähiges Modell für die Zukunft entwickelt werden. Die Kooperationen zwischen Schulen, Kreativen und außerschulischen Lernorten in den jeweiligen Stadtvierteln sollen vertieft und breiter gestreut, das Angebot an Münchner Mittelschulen ausgebaut werden. Denn die Erfahrung zeigt, dass es gerade beim Übertritt in die Mittelschule wichtig ist, den Jugendlichen ihr eigenes Potential aufzuzeigen.

Geförderte Tanz- und Theaterproduktionen mit Laien

Die Jury Tanz- und Theaterproduktionen mit Laien hat in ihrer Sitzung vom 01.12.2021 folgende Projekte zur Förderung empfohlen.

Puls der Gemeinschaft: Co-Existing Rhythms
Callie Arnold

Ein Tanzprojekt von und mit Menschen mit Depressionserfahrung

Die seit einigen Jahren fest in München verankerte Choreografin Callie Arnold bewegt sich mit ihrer Arbeit zwischen Tanz als Kunst, Therapie und Community-Aktivismus. So erforscht sie mittels choreografischer Werkzeuge die Ästhetik von Beziehungen, wie zuletzt 2020 mit ihrem Tanzprojekt mit von Depression betroffenen Menschen „Puls der Gemeinschaft: Suche nach Verbindung“. In ihrer neuen Arbeit „Puls der Gemeinschaft: Co-Existing Rhythms“ möchte Callie Arnold mit einem Team von erfahrenen Community- Choreografinnen noch einmal die Krankheit Depression in Form einer choreografischen Feldforschung untersuchen. In Auseinandersetzung mit von der Krankheit Betroffenen sollen unterschiedliche Perspektiven und individuelle körperliche Ausdrucksweisen erforscht werden. Ein besonderes Interesse von Callie Arnold gilt dabei den Echos von Schmerz, Isolation, aber auch Wandlung, die in den Körpern der Betroffenen nachhallen. Das Projekt geht zudem der Frage nach, was das Gemeinschaftsstiftende der individuellen Erfahrungen sein kann und ob sich die mannigfaltigen, persönlichen Antworten in eine kollektive, tänzerische Sprache übersetzen lassen. Die Jury empfindet das Vorhaben als überaus spannend und relevant, weil die Choreografin eine gesellschaftlich oft unsichtbare Personengruppe auf die Bühne bringt und ihr dadurch Gesicht und Ausdruck verleiht.

Gilgamesch 2022
Bellevue di Monaco eG

Theaterprojekt mit und von Laien, insbesondere mit Geflüchteten und Menschen mit Migrationsbiographie

Seit Jahren setzt sich „Bellevue di Monaco“ für die Belange geflüchteter Menschen sowohl im sozialen als auch im künstlerischen Bereich ein. Die Probleme und Herausforderungen, denen Menschen mit Fluchterfahrungen ausgesetzt sind, werden damit für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und erfahrbar gemacht, womit die Arbeit neben der künstlerischen Qualität auch in politische Dimensionen hineinreicht. Der Wunsch nach Beschäftigung und nach Wirkungsfeldern ist gerade bei Geflüchteten sehr hoch. Künstlerische Projektarbeit fällt auf den Nährboden von Resilienz-Förderung, Selbstermächtigung und Integration. Die Einbeziehung junger Menschen mit Migrationshintergrund in künstlerische Prozesse bietet daher nicht nur die Möglichkeit in einem professionellen Setting selbst aktiv und kreativ mitgestalten zu können, sondern eröffnet ihnen auch den Raum, als handlungsfähige, selbstwirksame und verantwortungsvolle Menschen sichtbar zu werden.
Der Projektentwurf sieht vor, fehlende Textstellen im Gilgamesch Epos zu ergänzen ohne dabei persönliche Biographien oder persönliche Fluchtschicksale im Fahrwasser von Mitleid auf die Bühne zu zerren. Vielmehr soll durch echte Partizipation ein Angebot geschaffen werden, in dem individuelle Erfahrungen künstlerisch transformiert den Mythos ergänzen und erweitern .
Diese künstlerische Herangehensweise, der partizipative Ansatz sowie die Diversität der Projektbeteiligten hat die Jury überzeugt.

Visionen
Chris Hohenester und Young Pathos Kollektiv

Tanztheaterperformance mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Chris Hohenester spricht für ihre neue Arbeit VISIONEN mit dem am Pathos Theater angedockten Young Pathos Kollektiv Jugendliche von 16 -24 Jahren an. Die Regisseurin und Schauspielerin interessiert sich für die Zukunft junger Menschen, insbesondere in den Zeiten von Pandemie und Klimakrise.
In Anlehnung an die Arbeitsweise ihres jüngsten Projekts mit dem Young Pathos Kollektiv, „Energie“, das auf dem Tanztreffen der Jugend eingeladen wurde, möchte Hohenester auch in diesem Stück mit selbst entwickeltem, teilweise biografischem Material der Jugendlichen arbeiten. Hierzu befragt sie junge Menschen: Wie sieht eure Vorstellung von Zukunft aus? Was ist eure Vision? Gemeinsam nähern sie sich den individuellen Visionen und wählen vier künstlerische Elemente, die auf der Bühne zusammenwirken: Musik, Tanz, Text und Malerei / Aktionskunst. Das Ziel ist, jungen Menschen als gleichberechtigte Partner*innen und Künstler*innen zu begegnen und ihnen durch das Theater eine Stimme zu geben.
Insbesondere durch die Beschäftigung des Pathos Theaters mit Adultismus stellen sich die Kunstschaffenden neue Fragen zu den Verhältnissen von Jugendlichen und Erwachsenen im Theater für junges Publikum. Hier gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse fließen auch in diesen neuen Prozess mit ein.
Als Regisseurin und Choreografin entwickelt Chris Hohenester seit vielen Jahren künstlerische Produktionen mit Jugendlichen. Bereits mehrere ihrer Produktionen wurden zum Tanztreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Die SZ schreibt in einem Portrait über Chris Hohenester: „Sie lässt die jungen Darsteller sich selbst spielen. Das führt zu erstaunlichen Ergebnissen.“
Die Jury ist überzeugt von dem Konzept und der professionellen Arbeitsweise mit jungen Menschen.

Du. Er. Sie. Wir! ZUSAMMEN-geh-HÖREN
Andrea Marton & Stephanie Felber

Ein urbaner Audiowalk für und mit Menschen von 12-100 Jahren

Wie erklingt unsere Stadt, wenn wir in sie hinein hören? Wie füllen unsere Bewegungen sie aus und was spielt der urbane Raum wiederum an uns zurück? Welche Rolle nimmt dabei unser gesellschaftlicher Status ein?
Im partizipativen Performance-Projekt „Ich. Du. Er. Sie. Wir! ZUSAMMEN-geh-HÖREN“ der beiden Choreografinnen Andrea Marton und Stephanie Felber begibt sich eine Gruppe kreativ Forschender auf einen performativen Streifzug durch München. Die Teilnehmenden zwischen 12-100 Jahren treten in Dialog mit dem öffentlichen Raum und dem Publikum: Anhand verschiedener Bewegungssprachen, mit eigens entwickelten choreografischen Modulen sowie mit ihren Stimmen spüren sie u.a. Verflechtungen von Macht, Diversität, Teilhabe, Barrierefreiheit, Privilegien, Architektur und Körper im Stadtraum (physisch) nach. Zwischen Körper und Stimme changierend befragen sie verschiedene Formen der alltäglichen Kommunikation und begegnen dabei wiederum anderen, stets im Spannungsfeld zwischen ich, du, er, sie, wir. Eine neue Gemeinschaft auf Zeit entsteht.
Andrea Marton und Stephanie Felber knüpfen mit „Ich. Du. Er. Sie. Wir! ZUSAMMEN-geh-HÖREN“ an ihre bereits bestehende künstlerische Zusammenarbeit an. Ihr äußerst differenziertes Konzept verspricht eine kraftvolle künstlerische Sprache, die in höchst anspruchsvoller Weise gesellschaftliche Fragestellungen ästhetisch reflektiert und es dabei ebenso vordergründig schafft, einer sich im Live-Moment immer wieder zufällig konstituierenden Gemeinschaft eine starke, kollektive Stimme zu geben. Neben der klugen inhaltlichen und formalen Ausrichtung, den geplanten performativen Stadterkundungen, die dem eigentlichen Walk als Recherchephasen vorausgehen sollen und der Workshop-basierten Anfangsphase des Projekts, überzeugt die Jury der dezidiert partizipative Ansatz, der von Anfang an nicht nur mitgedacht wird, sondern ein essenzielles Moment des künstlerischen Vorhabens bildet.

München – Augenblick mal!
Verena Regensburger

Audiorundgang – Momentbetrachtungen und Visionen der Stadt für Menschen mit und ohne Seheinschränkung

Die Münchner Regisseurin Verena Regensburger hat in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Theaterprojekten auf sich aufmerksam gemacht, in deren Fokus partizipative und teamorientierte Ansätze standen. Ein besonderes Interesse der Künstlerin gilt dabei den unterschiedlichen Aspekten von Kommunikation und der Auseinandersetzung mit einem Gegenüber, das ganz anders als ich selbst sein kann. Auch im Münchner Stadtraum hat sie als Co-Regisseurin von „What Is the City but the People?“ bereits gearbeitet. Nachdem Verena Regensburger sich zuletzt mit Fragen der Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen Menschen beschäftigt hat, wird sie in „München – Augenblick mal!“ die speziellen ‚Sichtweisen‘ blinder Menschen aus München in einem Audio-Walk aufgreifen. Sie richtet sich dabei sowohl an Menschen mit und ohne Sehbehinderung. Die Jury interessiert, wie die Wahrnehmung einer Stadt wie München, die doch zunächst sehr visuell geprägt scheint, durch blinde oder seheingeschränkte Menschen erfolgt. Die Bedeutung der Stadt als kommunikativer Begegnungsort könnte dadurch erweitert werden um Fragestellungen zu eigenen und fremden Wahrnehmungsformen in einem sich verändernden, inklusiven Stadtraum. Darin sieht die Jury auch Erkenntnismöglichkeiten für eine inklusive Stadtgesellschaft.

Ein szenisches gespieltes und getanztes Live-Hörspiel zum Thema „Corona“ erarbeitet und dargestellt von Jugendlichen gemeinsam mit Profis
Caroline Tajib-Schmeer

Die globalen Nachrichten zur Corona-Pandemie nehmen keine Ende. Insbesondere Jugendliche sind weiterhin hart von Einschränkungen und Herausforderungen in allen Lebensbereichen betroffen. Welches Ausmaß die Folgen des Verzichts auf Schule, Sportverein und gemeinsame Live-Erlebnisse mit Freund*innen haben werden ist heute noch nicht vollständig absehbar. Eine intensive Auseinandersetzung mit dieser spezifischen Situation von Jugendlichen in der Pandemie wird im Projekt der Tanzpädagogin und Choreografin Caroline Tajib-Schmeer von Jugendlichen und Profis künstlerisch bearbeitet .
Bei einer gemeinsamen Stückentwicklung bringen die Teilnehmer*innen ihre individuellen Erfahrungen und Erlebnisse während der Pandemie ein. Im Laufe der Workshops wird aus den persönlichen Geschichten eine fiktive Handlung, in der die von den Jugendlichen entwickelten Charaktere eigene Wege gehen. Alle werden ihre individuelle „Heldenreise“ antreten, um im gemeinsamen Plot Erlösung zu finden. „Corona“ dient als Rahmen und Ausgangsbasis für eine Reise, deren Verlauf uns momentan noch unbekannt ist. Dargebracht wird das Projekt in Form eines Live-Hörspiels vor Publikum – untermalt mit Musik, Gesang und Geräuschen. Dabei handelt es sich um ein Format, in dem szenisches Spiel ebenso Raum bekommt wie Tanz. Auf der Bühne werden die Jugendlichen Seite an Seite mit dem Schauspieler Sebastian Knötzinger als Sprecher und Christina Güllich als Sprecherin und Musikerin auftreten.
Die besondere Herausforderung dieses Projekts liegt in der Interaktion, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Der Entstehungsprozess bietet den Jugendlichen die Chance, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu hinterfragen und die Frage nach „Was heißt eigentlich Normalität?“ künstlerisch zu überprüfen. Auf diese Weise wird der Bogen zum Hier und Jetzt, zur momentan allgegenwärtigen Ausnahmesituation geschlagen.
Das multidisziplinäre Projekt verspricht, nicht nur künstlerisch spannend zu sein, sondern es wird im hohen Maße partizipativ mit der Zielgruppe entwickelt.

#the truth will set U free – vom Suchen und Verlieren von Wahrheit
Iris Mirjam Behnke
Generationenübergreifendes Tanz-Performanceprojekt

Vielerorts lesen und hören wir von Wahrheit – sowohl im privaten als auch öffentlichen Bereich. Was verstehen wir aber unter diesem Begriff genau? Was hat er mit uns zu tun, was mit unseren Mitmenschen? Und wie hat sich unser Verständnis im Verlauf des vergangenen Jahres verändert? Das Projekt »#the truth will set U free – über das Suchen und Verlieren von Wahrheit« von der Choreografin Iris-Mirjam Behnke in Zusammenarbeit mit der Dramaturgin Ulrike Wörner von Faßmann widmet sich der Auseinandersetzung mit diesen Fragen. Menschen von 18-99 Jahren – mit und ohne Tanzerfahrung – sind dazu eingeladen, an diesem Projekt teilzunehmen und im Juli 2021 eine Choreografie in professionellem Rahmen aufzuführen. Der Entstehungsprozess des Stücks ist dabei eng verknüpft mit den einzelnen Geschichten und individuellen Bewegungen der Teilnehmenden. Bewegungsimprovisation, thematische Gespräche und Tanztraining rahmen den gemeinsamen Prozess. Sowohl die Proben als auch die Aufführungen finden im Freien an und in der Pasinger Eggenfabrik statt. Das alte Industriegebäude wird hierbei nicht nur Veranstaltungsort, sondern gleichzeitig auch Bühnenbild und kann damit vielleicht zu einem Symbol für destabilisiertes Vertrauen werden. Vertrauen in das, was uns als Information und inflationär auch als Wahrheit angeboten wird.
Iris-Mirjam Behnke choreografiert seit 2013 partizipative, generationenübergreifende Tanztheater-Projekte. Dabei hat sie sich auf die forschende Beobachtung von Körpern und bewusster sowie unbewusster Körpersprache in der Verbindung mit Biografie-Arbeit der Teilnehmenden eines Altersspektrums über drei Generationen hinweg spezialisiert.
Ulrike Wörner von Faßmann arbeitet als freie Tanzdramaturgin, künstlerische Projektleitung für explore dance und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft an der LMU München, wo sie 2004–2009 Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Ethnologie studierte und promovierte.
Premiere: geplant 26. bis 28. Juli 2021 Pasinger Eggenfabrik

Arriving in Munich – I‘ve got a paper
Bellevue Di Monaco EG
Theaterprojekt mit Geflüchteten

Ankommen. In einem neuen Land, in einer neuen Stadt, in einem neuen Freundeskreis, in einer neuen Gesellschaft, in einem neuen Abschnitt der langen Einwanderungsgeschichte Münchens. In dem Projekt von Bellvue di Monaco „Arriving in Munich – I´ve got a paper“ werden Erlebnisse vom Ankommen künstlerisch entwickelt und umgesetzt.
Welche Personen oder Orte haben einem das Ankommen möglich gemacht? Was oder wer macht es schwer? Oft sind es Behörden, die einem das Ankommen unmöglich machen. Einige Angekommene mussten die Stadt wieder verlassen. Was lassen sie zurück?
Es wird nach Geschichten, die die Stadtgesellschaft Münchens prägen, gesucht. Ziel ist es ein künstlerisch-dokumentarisches Archiv des Ankommens zu erstellen, das durch das Mitwirken von Münchner*innen immer weiter wächst. Mit „Arriving in Munich“ ist eine politische Vision verbunden, die sich nicht nur ums Ankommen dreht, sondern auch das Bleiben mitdenkt. Denn Deutschland hat sich eben nicht „über Nacht“ zu dem Einwanderungsland bekannt, obwohl es das schon längst war. „Arriving in Munich“ dokumentiert auch die Gegen-Kartografie aus München, macht das Unterrepräsentierte künstlerisch sichtbar.
Bellevue di Monaco bietet sich als Ort an, in dem an dem Projekt gearbeitet wird, da dort bereits Menschen unterschiedlichen Alters und Backgrounds in Projekte eingebunden sind. So können Synergien genutzt werden. Dabei ist es wichtig, auch das Viertel einzubeziehen, Menschen und ihre Geschichten, die rund um das Bellevue wohnen.
Teilnehmer*innen können zusammen mit Künstler*innen in wöchentlichen Workshops Texte, Poetrys, Filme, Interviews, Fotostories und Performances erarbeiten. Diese werden später live zu erleben sein – im und um Bellevue di Monaco, auf dessen Dach und auf dem angrenzenden Bolzplatz. Das Publikum kann mitmachen und sich dabei mit den Beteiligten und User *innen der Webseite treffen.

Lieblingsorte #domagk
Barbara Galli-Jescheck & Philipp Jescheck
Ein partizipatives Generationenprojekt im öffentlichen Raum im Domagkpark in Kooperation mit der Kulturbühne Spagat

Im Münchner Norden liegt der Stadtteil Domagkpark. Ein neues, konzeptionell geplantes Wohnquartier für München, das sich erst langsam mit Leben füllt. Wie sieht der urbane Entwicklungsprozess in diesem am Reißbrett entstandenen Stadtteil aus Sicht seiner Bewohner*innen aus? Wo bieten sich Freiräume? Wer sind die Protagonist*innen des öffentlichen Raumes?
In diesem Projekt erschaffen die Bewohner*innen ein vielschichtiges und vielstimmiges Porträt ihres Quartiers. Sie lassen in persönlichen Geschichten und tänzerischen Performances ihre Lieblingsorte lebendig werden und teilen sie mit ihrem Publikum. Sie schaffen unterschiedliche Perspektiven auf den öffentlich genutzten Räumen und untersuchen Konfliktlinien.
Über kulturelle und soziokulturelle Institutionen wie dem Horizont e.V., der Funkstation oder Wohnbaugenossenschaft Wagnis eG startet ab Mai ein Aufruf an alle Bewohner*innen, die gerne über ihren Stadtteil sprechen wollen. Ab Juni 2021 arbeiteten die zeitgenössische Tanzkünstlerin Barbara Galli-Jescheck, die Dramaturgin Ileana Tautu, der Musiker Jürgen Reiter und der Theaterregisseur Philipp Jescheck mit einer diversen Gruppe aus jungen und älteren Bewohner*innen des Domagkparks über 4 Monate zusammen. Der inhaltliche Fokus des Projekts liegt auf der Begegnung und dem Austausch der unterschiedlichen Protagonist*innen. Wie nutzen und teilen wir den öffentlichen Raum? Welche Bedeutung hat er? Welche Bedürfnisse haben die Nutzer*innen? Was macht einen Ort zum Lieblingsort?
Gemeinsam erschaffen die Bewohner*innen einen persönlichen Stadtteilspaziergang durch den Domagkpark und entwickeln ein lebendiges Bild des Quartiers sowie die ein oder andere Utopie für die Zukunft.
Falls sich auch im Juni 2021 an den derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen nichts ändern sollte, wird das Projekt als Hybrid aus Online- und Präsenzprojekt oder komplett online durchgeführt. In 1 zu 1 Treffen im öffentlichen Raum entstehen die Interventionen, die über Video aufgezeichnet werden und schließlich im digitalen Stadtplan zu erleben sind. Falls selbst das nicht möglich sein sollte, werden die Teilnehmer*innen selbstständig über Handyvideos und Audios ihre Lieblingsorte vorstellen. Die künstlerischen Mittel haben sie im Onlineworkshop zuvor erarbeitet und erprobt. Der eigene künstlerische Ausdruck und Aneignung künstlerischer Mittel, sowie eine tiefe Auseinandersetzung mit dem Stadtteil und den anderen Bewohner*innen bleibt Mittelpunkt des Projekts.

Deutsche Sagen leicht gekürzt
Kultur Le Muc
Erzähltheaterprojekt mit Bürger*innen aus Moosach über die Sagenwelt des frühen Mittelalters

Geschichten zu erzählen, selber aktiv zu werden, in wärmender Gemeinschaft einer Stimme zu lauschen ist in Zeiten überbordenden Medienkonsums und Isolation wichtiger denn je. In der Erzähltheater-Performance begeben sich Alltagsexperten aus München in die Sagenwelt des frühen Mittelalters. Sie entdecken in der gemeinsamen Arbeit das Erzählen für sich, ziehen Parallelen zur aktuellen Gesellschaft und erleben in der Beschäftigung mit den Helden des frühen Mittelalters eine ganz persönliche Heldenreise. Die MitspielerInnen werden herausgefordert, sich mit der eigenen Identität und der persönlichen Stimme zu beschäftigen und sich in die künstlerische Auseinandersetzung rund um das Thema „Mythen und Sagen“ in die Gruppe einzubringen.
Da badet Siegfried im Drachenblut, Kriemhild verkracht sich mit Brunhild, Beowulf jagt Grendel oder Hildegund verliebt sich in Walther. In einem wilden Galopp geht es durch die germanische Sagenwelt, die eigentlich eine europäische Kulturgeschichte ist.
In der Zusammensetzung der Gruppe wird das Projekt von KulturRaum München und der Diakonie München unterstützt, um Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit zu geben, am Kulturleben zu partizipieren und sich mit anderen Münchener Bürger*nnen zu vernetzen.
Geleitet wird das Projekt von KULTUR LE MUC, einer innovativen Kulturagentur aus München. Dahinter stecken die Theaterkünstler Ute Reiber und Manuel Boecker, die als langjährige Schauspielprofis und erfahrene Projektleiter für Laientheater in den letzten Jahren schon mehrere Produktionen und Workshops in Moosach umgesetzt haben.
Geplant sind drei Erzähltheater-Aufführungen Ende Juli im Kultur- und Bürgerhaus Pelkovenschlössl in Moosach.

Als ich mal anders war (AT)
What you See is what you get – Theaterkollektiv
Eine Begegnungs-Performance mit Senior*nnen und Kindern

Das künstlerische Team Julia Müller, Natascha Simons und Dorothea Streng arbeitet seit 2014 zusammen mit Bewohner*innen des Seniorenzentrums Residenzia, die Demenz und/oder andere Erkrankungen haben. Mittlerweile hat sich ein fester Kern an Darstellenden gebildet, der kontinuierlich durch neue Mitspielende ergänzt wird.
Das Projekt „Als ich mal anders war“ benutzt die Telefonzelle als Objekt aus einer vergangenen Zeit als Ort der Begegnung der Generationen. Ebenso alt wie die Telefonzellen sind die Menschen, mit denen das Publikum von einer Zelle zur anderen sprechen kann. Durch die Fenster können sich die alten und die jungen Menschen auch gegenseitig sehen. Die Stimme im Hörer erzählt den Kindern eine Geschichte aus ihrer Kindheit. Einer Kindheit, die völlig anders war als die heutige und doch überraschend ähnlich. Es entsteht ein Gespräch über Anderssein und Freundschaft, Familie und Schule.
Insbesondere Kinder und Jugendliche messen sich an anderen, suchen Zugehörigkeit oder fühlen sich ausgegrenzt. Manche haben diese Gefühle nur für einen kurzen Moment oder in einer bestimmten Situation, andere kontinuierlich. Die Senior*innen sind diesem Alter entwachsen und können mit Abstand betrachten, wie sie das Anderssein überwunden haben und wie sie gelernt haben ihre Stärken zu finden. Ihre Geschichten machen Mut.
„Als ich mal anders war“ verbindet auf innovativ künstlerischem Weg die Senior*innen mit den jungen Menschen ab 8 Jahren.

24. bis 26. September 2021 im PATHOS München.
Für Kinder ab 8 Jahren.

Puls der Gemeinschaft: Suche nach Verbindung
Callie Arnold
Ein Tanzprojekt von und mit Menschen mit Depressionserfahrung

WIR
Angela Guerreiro
Ein Tanz- und Theater- Filmprojekt mit jugendlichen Migrant*nnen in Kooperation mit der Berufsschule zur Berufsintegration an der Balanstraße

Kommen wir zusammen?
AsylArt e.V.
Ein musikalisch-performatives Projekt auf der Basis des Minimal Stücks „In C“ von Terry Riley

Die Resi und der Kasperl
Theaterkollektiv „what you see is what you get“
Begehbare Videoinstallation in der Sammlung Puppentheater mit Laiendarsteller*innen aus dem Seniorenheim Residenzia für Kinder in der Sammlung Puppentheater des Stadtmuseums München

Young Pathos Kollektiv
Chris Hohenester
Multimediale Theaterperformance mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kooperation mit dem Pathos Theater

Tanz.Die.Invasion
Spielen in der Stadt e.V.
Ein partizipatives Kunstprojekt mit Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum