Kunstauskunft "Regina Schmeken. Blutiger Boden - die Tatorte des NSU"

Unsere Kunstvermittlerinnen informieren und laden ein zu individuellen Führungen und Gesprächen in der Ausstellung “BLUTIGER BODEN. Die Tatorte des NSU


Regina Schmeken
Regina Schmeken, Rostock Turgut, 2004 Regina Schmeken

Das Kunstvermittlungs-Team der Rathausgalerie lädt ein zu individuellen Führungen und Gesprächen in der Ausstellung “Regina Schmeken. BLUTIGER BODEN. Die Tatorte des NSU

Als nationalsozialistischer Untergrund (NSU) bezeichnete sich eine rechtsextreme terroristische Vereinigung in Deutschland. Von 2000 bis 2007 ermordeten Mitglieder des NSU neun Männer türkischer und griechischer Abstammung, sowie eine Polizistin in deutschen Städten. Am 4. November 2011 wurde die Gruppe aufgedeckt, seit Mai 2013 lief in München der Prozess gegen Beate Zschäpe.

Die großformatigen Schwarzweißaufnahmen Regina Schmekens nehmen uns mit an die Tatorte. Sie zeigen die verstörende Normalität der Schauplätze von Hass und Gewalt. Die Fotografien versuchen das Ungeheuerliche der Taten zu reflektieren. Die Attentate waren nicht allein Angriffe auf unsere Mitbürger, sondern auch auf universelle Menschenrechte und damit auf unsere gesamte Gesellschaft.

“Das Beklemmendste an diesen Fotografien ist, dass auf ihnen weder die Mörder, noch die Mordopfer zu sehen sind. An Schmekens Aufnahmen wirkt gerade das Unauffällige, Banale und Gewöhnliche unheimlich.” Hans Magnus Enzensberger

Feridun Zaimoglu nennt die Geschichte des NSU im Katalog, der die Ausstellung begleitet „die Geschichte der großen Beschädigung“.

Annette Ramelsberger schreibt: „Die Reise an die Tatorte war eine Reise in ein Land von Schmerz und Tränen, von Gleichgültigkeit und klammheimlicher Freude über das, was geschehen ist. Als der NSU nach zehn Morden, zwei Sprengstoffattentaten und 15 Raubüberfällen aufflog, waren sich alle gewiss: So eine Terrorserie könne sich in Deutschland nicht wiederholen. Wer den NSU-Prozess verfolgt, der weiß: Dafür gibt es keine Garantie.“

Ausstellungsdauer: 17. Juli 2018 – 14. Oktober 2018, Di-So 11 – 19 Uhr


Kosten

Die Teilnahme ist kostenlos.


Organisatorische Hinweise

Einlassvorbehalt
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisation angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Hinweise für Menschen mit Behinderungen

eingeschränkt barrierefrei (Zugang für Rollstuhlfahrer über die Pforte Richtung Marienhof möglich)

Ergänzende Barrierehinweise des Veranstaltungsortes

Buchung von Rundgängen und Gesprächen in leichter Sprache und gebärdenunterstützt ist möglich.
Es werden bereits gebärdenunterstützt Veranstaltungen in Kooperation mit der MVHS angeboten.


zum Seitenanfang